Auch BVG-spezifische Leistungen

Wohneigentumsförderung

Die BVG-Gesetzgebung ermöglicht es, dass man mit Geld aus seiner beruflichen Vorsorge selbstbewohntes Wohneigentum erwirbt, respektive den Erwerb durch Verpfändung von Vorbezug finanziert. Das ist die sogenannte Wohneigentumsförderung (WEF), und das Verfahren wird WEF-Vorbezug genannt.
Ein WEF-Vorbezug ist möglich für den Erwerb und die Erstellung von Wohneigentum, für Aus- oder Umbau von Wohneigentum mit dem Charakter einer Investition, für die Rückzahlung von Hypothekardarlehen, für den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften. Von Gesetzes wegen ist ein WEF-Vorbezug nicht zulässig, um Zweit- oder Ferienwohnraum, respektive Hypothekarzinsen oder Unterhaltskosten, zu finanzieren.
Als Folge eines WEF-Vorbezuges reduzieren sich nicht nur die Altersleistungen, sondern oft auch die Risikoleistungen. Die Leistungseinbussen bei der Risikovorsorge kann man durch eine freiwillige Zusatzversicherung bei einer Versicherungsgesellschaft abdecken.
Es ist sinnvoll, dass man vor dem schriftlichen WEF-Antrag zuerst bei der IntegralStiftung anfrägt, ob ein Vorbezug möglich ist. Die Vorprüfung klärt die Fragen: Ist genügend Geld vorhanden? Ist ein Vorbezug rechtlich zulässig? Welche steuerlichen Folgen entstehen? 

BVG-Limiten beim WEF-Vorbezug

Laut BVG-Gesetzgebung gelten für einen WEF-Vorbezug bestimmte Limiten:

  • Für den Vorbezug gilt ein Mindestbetrag von CHF 20‘000;
  • ein Vorbezug kann maximal alle fünf Jahre beantragt werden;
  • ab Alter 50 kann im Maximum entweder die Freizügigkeitsleistung im Alter 50 oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Bezuges vorbezogen werden;
  • ein Vorbezug kann bis drei Jahre vor der Pensionierung vorgenommen werden;
  • bei Ehepartnern oder eingetragenen Partnerinnen, bzw. Partnern mit eigener Pensionskasse gelten die Limiten für jeden Partner einzeln, da sie unabhängig voneinander Anrecht auf ihr Kapital haben.

Neues im Privatleben

Wenn man seine Heirat oder seine registrierte Partnerschaft bei der IntegralStiftung anmelden will, dann tut man das am einfachsten mit dem Formular «Mutation». Man bezieht es beim Arbeitgeber, oder man kopiert es selbst von der Website der IntegralStiftung, füllt es aus und sendet es an unsere Geschäftsstelle.
Wenn man seine Lebenspartnerschaft (Konkubinat) bei der IntegralStiftung anmelden will, dann braucht es dafür das Formular «Anmeldung Lebenspartner», das die versicherte Person ausgefüllt an unsere Geschäftsstelle sendet.

Formular/Meldung/Mutation

Formular/Meldung/Lebenspartner

Postadresse der Geschäftsstelle

Nach der Scheidung, bzw. Trennung

Vor dem Gang zum Scheidungsrichter ist es sinnvoll, selbst oder durch den Scheidungsanwalt abzuklären, welche Folgen einer Scheidung hinsichtlich Alterssparkapital absehbar sind. Auf die Anfrage hin übermittelt die IntegralStiftung die sogenannte Durchführbarkeitserklärung zu Handen des Scheidungsrichters.

Sobald ein Scheidungsurteil rechtskräftig bei der IntegralStiftung vorliegt, wird das angesparte Alterskapital beider Ehegatten in der Regel hälftig geteilt. Für die Berechnung des halben Alterssparkapitals wird von der Differenz zwischen dem Guthaben zum Zeitpunkt der Scheidung und demjenigen zum Zeitpunkt der Heirat ausgegangen.

Die durch Scheidung entstandene Lücke – das ist der sogenannte Scheidungsbezug – können die Betroffenen jederzeit und je mit Einkäufen wieder decken.

IntegralStiftung
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