Vorsorge im Todesfall

Anspruch auf Hinterlassenenrente

Ihr Partner, bzw. Ihre Partnerin, mit der Sie verheiratet sind, respektive mit der Sie in eingetragener Partnerschaft oder in Lebenspartnerschaft (Konkubinat) leben, haben im Todesfall der versicherten Person Anspruch auf eine Hinterlassenenrente. Zu diesem Zweck muss die Ehe, die eingetragene Partnerschaft oder die Lebenspartnerschaft von der versicherten Person zu Lebzeiten der IntegralStiftung gemeldet worden sein.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Form der Partnerschaft und der Risikovorsorge zugunsten der Hinterlassenen: Für Titel und Bemessung einer Hinterlassenenrente massgebend ist die Form der Partnerschaft einer versicherten Person zu Lebzeiten. Zu den Formen der Partnerschaft – namentlich zum Eherecht, zu der Eingetragenen Partnerschaft und zur Lebenspartnerschaft (Konkubinat) – sind Informationen öffentlich, mögliche Informationsquellen öffnen Ihnen die folgenden Links.

Die Partnerrente

Der Ehegatte oder der eingetragene Partner einer Person, die bei der IntegralStiftung versichert ist und eine Altersrente bezieht, hat in Ihrem Todesfall Anspruch auf eine Partnerrente. Dieser Anspruch erlischt, wenn sich diese wieder verheiratet, eine eingetragene Partnerschaft eingehen oder in eine Lebenspartnerschaft (Konkubinat) eintreten, respektive wenn diese sterben.

Ist der überlebende Partner mehr als 10 Jahre jünger als die verstorbene versicherte Person, so wird die Partnerrente gemäss BVG gekürzt: für jedes volle, diesen Altersunterschied übersteigende Jahr um 1% der vollen Partnerrente. Die Partnerrente wird zudem gekürzt, wenn die versicherte Person nach ihrem 65. Altersjahr heiratet oder die Partnerschaft registrieren lässt.

Die Höhe der Partnerrente ist im Vorsorgeplan der versicherten Person definiert.

Formular/Meldung/Mutation

Die Lebenspartnerrente

Unter den gleichen Voraussetzungen und Kürzungsbestimmungen wie für die Partnerrente hat der von der versicherten Person bezeichnete Lebenspartner (egal, ob verschiedenen oder gleichen Geschlechts) unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Partnerrente. Schon zu Lebzeiten hat die versicherte Person die notwendige Meldung an die IntegralStiftung übermittelt.

Als eine Lebenspartnerrente beziehende Person verliert man den Anspruch auf diese Rente im Falle seiner Verheiratung, seines Eintritts in eine registrierte Partnerschaft, seines Eintritts in eine neue Lebenspartnerschaft oder seines Todes.

Der Anspruch auf eine Hinterlassenenrente in Höhe der Partnerrente besteht, sofern

  • die versicherte und die begünstigte Person unverheiratet sind, und keine juristischen Gründe (Art. 94ff. ZGB), mit Ausnahme der Gleichgeschlechtlichkeit, hätten gegen eine Heirat der beiden gesprochen;
  • der Lebenspartner keine Hinterbliebenenleistung von der versicherten Person bezieht;
  • die Lebenspartnerschaft unmittelbar vor dem Ableben der versicherten Person nachweisbar ununterbrochen wenigstens fünf Jahre als feste und ausschliessliche Zweierbeziehung bestanden hat, oder
  • der Lebenspartner für den Unterhalt von wenigstens eines Kindes aufkommen muss, das im gemeinsamen Haushalt lebt.

Formular/Meldung/Mutation

Formular/Meldung/Lebenspartner

Postadresse der Geschäftsstelle

Für Geschiedene, bzw. ex-Partner

Bei der IntegralStiftung entspricht die Rente für Geschiedene und ex-Partner der reglementarischen Partnerrente und ist nicht auf die BVG-Minimalleistung beschränkt.
Der geschiedene Ehegatte oder der eingetragene ex-Partner einer verstorbenen versicherten Person hat einen Anspruch auf eine Partnerrente, sofern:

  • im Scheidungsurteil, respektive im Auflösungsentscheid, eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde;
  • die Ehe oder die registrierte Partnerschaft wenigstens 10 Jahre gedauert hat, und
  • der ex-Gatte oder ex-Partner entweder für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommen muss oder das 45. Altersjahr zurückgelegt hat.

Sind nur die beiden ersten Voraussetzungen erfüllt, hat der geschiedene Ehegatte, respektive der eingetragene Ex-Partner, Anspruch auf eine einmalige Abfindung, die dem dreifachen Betrag der entsprechenden Partnerjahresrente entspricht.

Die Waisenrente

Die Kinder einer verstorbenen versicherten Person oder diesen gemäss ZGB gleichgestellte Kinder haben Anspruch auf eine Waisenrente. Pflege- und Stiefkinder sind den Kindern gleichgestellt, sofern die verstorbene versicherte Person zusätzlich noch für ihren Unterhalt aufzukommen hatte. Die Höhe der Waisenrente ist im Vorsorgeplan der versicherten Person definiert.

Der Anspruch auf eine Waisenrente entsteht in der Regel mit dem Tod der versicherten Person und erlischt mit dem Tod oder mit der Vollendung des 18. Alterjahres der Waisen. Allerdings werden Waisenrenten von der IntegralStiftung auch nach Vollendung des 18. Altersjahres ausbezahlt, besonders an Kinder, die noch in Ausbildung stehen, oder an Kinder, die bei Vollendung des 18. Altersjahres im Sinne der IV vollinvalid sind (bis sie die Erwerbsfähigkeit erlangen, längstens aber bis zur Vollendung des 25. Altersjahres). Die Höhe der Waisenrente ist im Vorsorgeplan der versicherten Person definiert. 

Das Todesfallkapital

Stirbt man als bei der IntegralStiftung versicherte Person, bevor man eine Alters- oder Invalidenrente bezieht, wird ein sogenanntes Todesfallkapital fällig, sofern das vorhandene Altersguthaben nicht zur Finanzierung von Hinterbliebenenrenten benötigt wird.
Im Vorsorgeplan kann ein zusätzliches Todesfallkapital versichert werden, welches unabhängig von allfälligen Hinterbliebenerenten in vollem Umfang ausbezahlt wird.

Die genauen Auszahlungsmodalitäten sind im Vorsorgereglement aufgeführt. Sind keine anspruchsberechtigten Personen vorhanden, wird kein Todesfallkapital ausbezahlt und das Altersguthaben wird der IntegralStiftung zugewiesen. Anspruchsberechtigt sind, unabhängig vom Erbrecht, die Hinterlassenen nach eine bestimmten Rangordnung.
Auf jeden Fall werden zu Lebzeiten getätigte freiwillige Einkäufe der versicherten Person als Todesfallkapital ausbezahlt.

Anspruchsberechtigt sind die Hinterlassenen nach dieser Rangordnung:

  • Der Ehegatte, respektive der eingetragene Partner, sowie die Kinder der versicherten Person, die Anspruch auf eine Waisenrente haben;
  • andere natürliche Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder die Person, die mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss;
  • die Kinder der versicherten Person, die keinen Anspruch auf Waisenrente haben, die Eltern oder die Geschwister;
  • die übrigen gesetzlichen Erben, unter Ausschluss des Gemeinwesens.


Vorsorgereglement

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